Eine Einrichtung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Impuls-Gedanken zum Pfingstfest 2022

Feuerzungen

Wir feiern - wie in jedem Jahr - das Pfingstfest und damit den Heiligen Geist. Der Geist hält sich verborgen in allem Wahren, Guten und Schönen. Gaben des Geistes sind zum Beispiel gegenseitige Rücksichtnahme, miteinander gut sprechen und das Bewusstsein, dass auch der andere nur ein Mensch ist. Solche Gaben des Geistes brauchen wir oft mehr als eine Schachtel Tabletten. Oft ist es ja so, dass wir Tabletten brauchen, wenn wir dem Geist keine Entfaltungsmöglichkeiten in uns geben. Daher sagt Paulus: „Löscht den Geist nicht aus!“ Er hätte auch sagen können: „Löscht die Liebe nicht aus!“, denn wo die Liebe ist, da ist der Geist.

„Neben Behandlung und Pflege ist ein freundliches Gesicht für alle oberstes Gebot!“ – so ein Spruch im Vorraum einer Intensiv-Station. Das meint, dass ein freundliches Gesicht die heilsamste Medizin ist, die wir jemandem geben können.

Wie aber bekommt man ein freundliches Gesicht? Da war eine alleinstehende Frau zu einem Fotografen gegangen, um Passfotos machen zu lassen. Also setzte sie sich zurecht. Der Fotograf lud sie ein: „Bitte etwas freundlicher!“ Die Frau versuchte es, aber es gelang ihr nicht. „Sie müssen freundlicher dreinschauen“, wiederholte der Fotograf. „Wenn sie meinen, eine alte, alleinstehende Frau kann lustig dreinschauen, nur weil man es ihr sagt, so verstehen sie nichts vom Menschen. Das ganze Drum und Dran muss dazu passen, wenn die Augen hell und das Herz froh werden sollen!“ Der Fotograf war anderer Meinung: „Das kommt von innen. Sie müssen von innen her freundlich dreinschauen!“ Die Frau gab sich Mühe. „So“, sagte der Fotograf, „jetzt sehen sie schon 20 Jahre jünger aus.“ – Die Frau ging nach Hause. Ein eigenartiges Gefühl begleitete sie. Als die Bilder fertig waren, war es für sie eine Offenbarung. Sie sah das Licht in ihren Augen. „Was einmal geht, geht öfters,“ dachte sie, stellte sich vor ihren Spiegel und sagte zu sich selbst: „Bitte recht freundlich! – noch freundlicher!“ Ein Lächeln lief über ihr Gesicht. Die Nachbarn merkten es und fragten sie: „Wie machen Sie das bloß? Sie sehen ja viel jünger aus!“ – „Ach“, sagte sie ganz nebenbei, „das kommt von innen heraus!“

Die Innerlichkeit ist also das Geheimnis eines freundlichen Gesichtes. Wie sollte es auch anders sein? Daher sagt Edith Stein: „Je gesammelter ein Mensch im Innersten seiner Seele lebt, umso stärker ist seine positive Ausstrahlung, die von ihm ausgeht und die andere in seinen Bann zieht.“

Gottes Geist braucht keinen bestimmten Saal. Er kann unerwartet im Vorraum einer Intensiv-Station gegenwärtig sein. Er kann sich zeigen in einem freundlichen Gesicht. Und er zeigt sich in jedem, der etwas tut gegen die Kälte in dieser Welt!

In diesem Sinne wünschen Frau Klasen und P. Wendel ein geisterfülltes Pfingstfest 2022!

Herzlich grüßt
P. Günther Wendel SDB

INCLUDE:

Impuls-Gedanken zum Pfingstfest 2022

Feuerzungen

Wir feiern - wie in jedem Jahr - das Pfingstfest und damit den Heiligen Geist. Der Geist hält sich verborgen in allem Wahren, Guten und Schönen. Gaben des Geistes sind zum Beispiel gegenseitige Rücksichtnahme, miteinander gut sprechen und das Bewusstsein, dass auch der andere nur ein Mensch ist. Solche Gaben des Geistes brauchen wir oft mehr als eine Schachtel Tabletten. Oft ist es ja so, dass wir Tabletten brauchen, wenn wir dem Geist keine Entfaltungsmöglichkeiten in uns geben. Daher sagt Paulus: „Löscht den Geist nicht aus!“ Er hätte auch sagen können: „Löscht die Liebe nicht aus!“, denn wo die Liebe ist, da ist der Geist.

„Neben Behandlung und Pflege ist ein freundliches Gesicht für alle oberstes Gebot!“ – so ein Spruch im Vorraum einer Intensiv-Station. Das meint, dass ein freundliches Gesicht die heilsamste Medizin ist, die wir jemandem geben können.

Wie aber bekommt man ein freundliches Gesicht? Da war eine alleinstehende Frau zu einem Fotografen gegangen, um Passfotos machen zu lassen. Also setzte sie sich zurecht. Der Fotograf lud sie ein: „Bitte etwas freundlicher!“ Die Frau versuchte es, aber es gelang ihr nicht. „Sie müssen freundlicher dreinschauen“, wiederholte der Fotograf. „Wenn sie meinen, eine alte, alleinstehende Frau kann lustig dreinschauen, nur weil man es ihr sagt, so verstehen sie nichts vom Menschen. Das ganze Drum und Dran muss dazu passen, wenn die Augen hell und das Herz froh werden sollen!“ Der Fotograf war anderer Meinung: „Das kommt von innen. Sie müssen von innen her freundlich dreinschauen!“ Die Frau gab sich Mühe. „So“, sagte der Fotograf, „jetzt sehen sie schon 20 Jahre jünger aus.“ – Die Frau ging nach Hause. Ein eigenartiges Gefühl begleitete sie. Als die Bilder fertig waren, war es für sie eine Offenbarung. Sie sah das Licht in ihren Augen. „Was einmal geht, geht öfters,“ dachte sie, stellte sich vor ihren Spiegel und sagte zu sich selbst: „Bitte recht freundlich! – noch freundlicher!“ Ein Lächeln lief über ihr Gesicht. Die Nachbarn merkten es und fragten sie: „Wie machen Sie das bloß? Sie sehen ja viel jünger aus!“ – „Ach“, sagte sie ganz nebenbei, „das kommt von innen heraus!“

Die Innerlichkeit ist also das Geheimnis eines freundlichen Gesichtes. Wie sollte es auch anders sein? Daher sagt Edith Stein: „Je gesammelter ein Mensch im Innersten seiner Seele lebt, umso stärker ist seine positive Ausstrahlung, die von ihm ausgeht und die andere in seinen Bann zieht.“

Gottes Geist braucht keinen bestimmten Saal. Er kann unerwartet im Vorraum einer Intensiv-Station gegenwärtig sein. Er kann sich zeigen in einem freundlichen Gesicht. Und er zeigt sich in jedem, der etwas tut gegen die Kälte in dieser Welt!

In diesem Sinne wünschen Frau Klasen und P. Wendel ein geisterfülltes Pfingstfest 2022!

Herzlich grüßt
P. Günther Wendel SDB