Don Bosco Statue im Atrium

Liebenswürdig und stark im Glauben wie Don Bosco

Veröffentlicht am: 14. Februar 2019

Jünkerath – Die Salesianer Don Boscos in Jünkerath haben am 10. Februar zu Ehren ihres Ordensgründers einen Festgottesdienst mit anschließender Begegnung gefeiert. Bei vollem Haus predigte der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters, und das Don-Kosaken-Ensemble „Russische Seele“ führte geistliche Gesänge auf.

„Wir brauchen solche Feiern, aus denen wir Kraft schöpfen für den Alltag“, erklärte Direktor Pater Günther Wendel zur Motivation für das alljährliche Fest in zeitlicher Nähe zum Jahrestag des Todes des katholischen Priesters, Jugendseelsorgers und Ordensgründers Don Bosco (1815–1888). In die Biografie des Heiligen gab Weihbischof Jörg Michael Peters in der Predigt einen Einblick. Unter anderem anhand von Eindrücken, die er beim Weltjugendtag in Panama im Januar gesammelt hatte. In Panama City habe man neben der Don-Bosco-Basilika das Elternhaus des Patrons, der als Neunjähriger berufen worden war, eins zu eins nach gestaltet, berichtete der Weihbischof – „denn das Verständnis des Lebenswegs eines Heiligen hat Bedeutung für unser heutiges christliches Leben“, betonte er. Der Weihbischof mahnte mehr Einmütigkeit im Glauben nach dem Beispiel Don Boscos an. Diese sei in unserer Zeit ins Wanken geraten, und sie sei „nicht simpel zu haben“, räumte er ein. „Lassen wir uns von Don Boscos Vernunft, Glaubensstärke und Liebenswürdigkeit anstecken“, appellierte der Geistliche.

An der Seite des Weihbischofs standen neben Direktor Wendel dessen Vorgänger Pater Paul Thörner sowie der aus Jünkerath-Glaadt stammende Kaplan Rudolf Esser (Neustadt/Wied) am Altar. Mit liturgischen Gesängen der Ostkirche gestaltete das Don-Kosaken-Ensemble „Russische Seele“ aus Woronesch am Don den Gottesdienst feierlich und stimmungsvoll. Als Schlusslied erklang wunderbar harmonisch Dmitri Bortnjanskis Meisterwerk „Ich bete an die Macht der Liebe“. Es war der vorletzte Tag nach einem zweimonatigen Aufenthalt der Gruppe in Temmels/Mosel. Von dort aus hatte ihr Betreuer Bodo Bost eine Reihe von Auftritten und Konzerten in den Bistümern Trier und Luxemburg organisiert.

Unter der großen Gottesdienstgemeinde befanden sich auch Hans Peter Böffgen, neuer Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein, und seine Ehefrau Ariane Böffgen-Schildgen. „Wir fühlen uns den Jünkerather Salesianern eng verbunden“, erzählte das Ehepaar aus Pelm dem Paulinus, der Wochenzeitung im Bistum Trier, – „besonders Pater Thörner, der unsere sechs Kinder hier getauft hat, und der uns zu einem guten Freund und Weggefährten geworden ist.“     

 

Text und Fotos: Brigitte Bettscheider

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